«Die Pfadi fördert die Ziele [5 Beziehungen] ... |
|
![]() |
Beziehung zur Persönlichkeit: selbstbewusst und selbstständig sein |
| Beziehung zum Körper: sich annehmen und sich ausdrücken |
![]() |
![]() |
Beziehung zu den Mitmenschen: anderen begegnen und sie respektieren |
| Beziehung zur Welt: kreativ sein und umweltbewusst handeln |
![]() |
![]() |
Beziehung zu Gott, spirituelle Beziehung: offen sein und nachdenken |
... durch Methoden [7 Methoden] ... |
|
| persönlicher Fortschritt fördern | ![]() |
![]() |
Gesetz und Versprechen |
| Leben in der Gruppe | ![]() |
![]() |
Rituale und Traditionen |
| Mitbestimmen und Verantwortung tragen | ![]() |
![]() |
Draussen leben |
| Spielen | ![]() |
... mit Aktivitäten [Aktivitäten].» |
|
|
|
5 - 7 Jahre
In der Biberstufe werden die ersten Schritte in der Pfadi gemacht. Erfahrene LeiterInnen organisieren ein bis zwei Mal pro Monat ein Programm - bei gutem Wetter im Wald, bei schlechtem Wetter drinnen.
6 bis 10 Jahre
Für die «Wölfe» sind wichtige Elemente Spiele, Geschichten und die Fantasie. Dadurch wird der Pfadigedanke auf spielerische Weise gelebt. Die Kinder lernen an Samstagnachmittagen, in Weekends und in Lagern fair zu spielen, sich in eine Gruppe von gleichaltrigen einzufügen und eine ihnen angemessene Verantwortung zu tragen. Sie lernen aber auch viel über den Wald und seine Bewohner, über das Spurenlesen und Feuermachen, über Seilkunde oder erste Hilfe.
Ihre Fortschritte werden mit verschiedenen Etappen und Spezialitäten dokumentiert (1-Stern, 2-Stern, 3-Stern Wolf oder Bienli, Leitwolf, Leitbienli). Dabei steht für die Kinder der Spass im Vordergrund.
Der Wahlspruch bedeutet, dass die Kinder ihr Bestes geben wollen, um nach Gesetz und Versprechen zu handeln. Sie erfahren, dass man nicht immer die/der Beste sein muss, sondern dass es vor allem wichtig ist, sein Bestes zu geben.
10 bis circa 15 Jahre
Durch den Übertritt aus der Wolfsstufe kommen die ehemaligen Wölfe in eine neue Gruppe. Es gilt, sich einzufügen und sich einen neuen Platz zu schaffen.
In der Pfadistufe erleben die Jugendlichen die Faszination der Pfaditechnik. An Übungen, in Weekends und Lagern lernen sie, Lagerbauten zu erstellen, sich im Wald und Gelände mit Karte und Kompass zu orientieren, verantwortungsbewusst und überlegt zu handeln und in der Gruppe zusammenzuhalten, einander zu helfen.
Meist sind die GruppenleiterInnen nur wenig älter als die Pfadis und es heisst, zusammen mit der ganzen Gruppe einen Weg zu finden. Dies verlangt von allen eine gewisse Toleranz und den Mut, selbst Verantwortung zu übernehmen.Wichtig ist aber auch, dass die Gruppe ihre eigenen Traditionen und Rituale pflegt.
Mit Hilfe der verschiedenen Etappen (JP, P, OP und Spezialitäten) können sich die Pfadi gegenseitig messen und sich spezielles Wissen und besondere Fähigkeiten aneignen.
Im Wahlspruch äussern die Jugendlichen die Bereitschaft, mit offenen Augen und Ohren durch die Welt zu gehen, das Gesetz ernst zu nehmen und danach zu handeln.
15 bis circa 18 Jahre
Dem Pio bietet sich die Möglichkeit, wieder einmal selbst zu konsumieren, an Abenteuern teilzunehmen, mit gleichaltrigen Lager in fremden Welten, unbekannten Dimensionen und weit entfernten Galaxien zu erleben...
Die Jugendlichen entscheiden selbst, bei welchen Projekten sie sich engagieren wollen, um das zu realisieren, was ihnen ein persönliches Anliegen ist. Sie zeigen durch ihr oft idealistisches Engagement die Werte, die ihnen wichtig sind.
Aktivitäten, die sie sich selbst ausgedacht haben, verwirklichen sie mit voller Überzeugung. Sie wollen Verantwortung innerhalb der Gruppe, in der sie sich engagieren, übernehmen. Die Grenzen ihres Wissens, ihrer Fähigkeiten und Aktivitäten vergrössern sich ständig: es ist die Zeit der Herausforderungen.

Im Wahlspruch bekräftigen die Jugendlichen, dass für sie die Gruppe und das gemeinsame Engagement im Vordergrund stehen.
ab ca. 16 Jahren
Für die LeiterInnen tritt die Verantwortung in den Vordergrund. Sie organisieren und führen alle Anlässe durch. In Ausbildungs- und Leiterkursen werden sie auf ihre Aufgabe vorbereitet und können Erfahrungen mit anderen LeiterInnen austauschen. Sie lernen auch, inhaltlich und methodisch Übungen und Lager vorzubereiten und durchzuführen.
Natürlich kommt auch in dieser Stufe der Spass nicht zu kurz. Sowohl bei korpsinternen wie auch bei kantonalen Leiteranlässen haben die LeiterInnen die Möglichkeit, wieder einmal selbst Pfadi zu sein.
Leiter haben Ideale und setzen Ziele. Sie unternehmen als selbständige offene Menschen Handlungen, um jenen nachzukommen. Die Tragweite des eigenen Tuns bzw. Nicht-Tuns ist ihnen, gemäss ihrem Wahlspruch, bewusst. Dadurch treiben sie nicht nur das Pfadileben voran, sondern auch viele Prozesse in der Gesellschaft.
Die Pfadibewegung Schweiz (PBS) besteht aus 23 Kantonalverbänden wovon die fünf grössten (Zürich, Bern, St. Gallen/Appenzell, Luzern, Basel) zusammen über 50% der Schweizer Pfadis ausmachen.
Die Pfadi Züri ist mit rund 9'000 Mitgliedern der grösste Kantonalverband der PBS.
Die Pfadibewegung Schweiz (PBS) ist der nationale Dachverband der Pfadfinderinnen und Pfadfinder in der Schweiz. Die lokalen Pfadiabteilungen sind jeweils regional zusammengeschlossen und gehören einem Kantonalverband an. Die PBS umfasst 23 kantonale Verbände. Die PBS selbst ist Mitglied des Weltbundes der Pfadfinderinnen (WAGGGS) und der Weltorganisation der Pfadfinder (WOSM).