Das ist Pfadi

Pfadi?

Die Pfadi stellt sich vor

Jamboree 2002/03. Foto von Dix
Die Pfadibewegung wurde 1907 vom Briten Lord Baden-Powell (Bi-Pi) gegründet. Sie hat zum Ziel, junge Menschen durch altersgerechte Betätigung und Erlebnisse in der Natur zu verantwortungsvollen und kritischen Erwachsenen zu machen. Die Idee hat in allen Erdteilen Anhänger gefunden. So zählt die Pfadibewegung in der Schweiz (PBS) rund 45'000, weltweit in über 100 Ländern sogar 38 Millionen Mitglieder.

Von Jungen für Junge

Die Pfadi steht allen Kindern und Jugendlichen ohne Einschränkung durch Rasse, Religion oder soziale Herkunft offen. Internationale Lager (z.B. Jamboree), die Pfadizentren (zwei davon in der Schweiz: Kandersteg und Adelboden), Briefkontakte und vieles mehr fördern Freundschaften, Solidarität und Gemeinschaft weit über die Sprach- und Landesgrenzen hinaus.
V1 2006. Foto von Tirion

Uniform?

Pfadis tragen eine Uniform (hellblaue, braune oder grüne Hemden mit einer farbigen Krawatte). Die Uniform ist neben ihrem prraktischen Nutzen ein Zeichen der (weltweiten) Zusammengehörigkeit der Pfadi. Ausserdem soll sie ein vorurteilsfreies Miteinander Angehöriger verschiedener sozialer Schichten ermöglichen.
Wiking HeLa 2005. Foto von Tirion

Ziele

«Die Pfadi fördert die Ziele [5 Beziehungen] ...

Beziehung zur Persönlichkeit Beziehung zur Persönlichkeit:
selbstbewusst und selbstständig sein
Beziehung zum Körper:
sich annehmen und sich ausdrücken
Beziehung zum Körper
Beziehung zu den Mitmenschen Beziehung zu den Mitmenschen:
anderen begegnen und sie respektieren
Beziehung zur Welt:
kreativ sein und umweltbewusst handeln
Beziehung zur Welt
Beziehung zu Gott, spirituelle Beziehung Beziehung zu Gott, spirituelle Beziehung:
offen sein und nachdenken

... durch Methoden [7 Methoden] ...

persönlicher Fortschritt fördern persönlicher Fortschritt
Gesetz und Versprechen Gesetz und Versprechen
Leben in der Gruppe Leben in der Gruppe
Rituale und Traditionen Rituale und Traditionen
Mitbestimmen und Verantwortung tragen Mitbestimmen und Verantwortung tragen
Draussen leben Draussen leben
Spielen Spielen

... mit Aktivitäten [Aktivitäten].»

  • Lagerfeuer
  • Spez-Ex
  • Zeltlager
  • Sing Song
  • Übertritt
  • Atelier
  • Geländespiel
  • Gruppenplatz
  • Bulldoge
  • Pfadiname
  • Ämtli
  • Seilbrücke bauen
  • Schnitzeljagd
  • OL
  • Waldweihnacht
  • Roverwache
  • Kerzliweg
  • Biwak
  • Leiter sein
  • Hike
  • Wimpel
  • Taufe
  • Schlangenbrot
  • Höck
  • Ausbildungskurs
  • Jamboree
  • Moot
  • Familienabend
  • Lagerbau
  • Gruppenbuch

Biberstufe

Die Biberstufe

5 - 7 Jahre

In der Biberstufe werden die ersten Schritte in der Pfadi gemacht. Erfahrene LeiterInnen organisieren ein bis zwei Mal pro Monat ein Programm - bei gutem Wetter im Wald, bei schlechtem Wetter drinnen.

Wolfsstufe

Die Wolfsstufe

6 bis 10 Jahre

Für die «Wölfe» sind wichtige Elemente Spiele, Geschichten und die Fantasie. Dadurch wird der Pfadigedanke auf spielerische Weise gelebt. Die Kinder lernen an Samstagnachmittagen, in Weekends und in Lagern fair zu spielen, sich in eine Gruppe von gleichaltrigen einzufügen und eine ihnen angemessene Verantwortung zu tragen. Sie lernen aber auch viel über den Wald und seine Bewohner, über das Spurenlesen und Feuermachen, über Seilkunde oder erste Hilfe.

Ihre Fortschritte werden mit verschiedenen Etappen und Spezialitäten dokumentiert (1-Stern, 2-Stern, 3-Stern Wolf oder Bienli, Leitwolf, Leitbienli). Dabei steht für die Kinder der Spass im Vordergrund.

HeLa 2003. Foto von Tirion

Mis Bescht

Der Wahlspruch bedeutet, dass die Kinder ihr Bestes geben wollen, um nach Gesetz und Versprechen zu handeln. Sie erfahren, dass man nicht immer die/der Beste sein muss, sondern dass es vor allem wichtig ist, sein Bestes zu geben.

HeLa 2003. Foto von Tirion

Pfadistufe

Die Pfadistufe

10 bis circa 15 Jahre

Durch den Übertritt aus der Wolfsstufe kommen die ehemaligen  Wölfe in eine neue Gruppe. Es gilt, sich einzufügen und sich einen neuen Platz zu schaffen.

In der Pfadistufe erleben die Jugendlichen die Faszination der Pfaditechnik. An Übungen, in Weekends und Lagern lernen sie, Lagerbauten zu erstellen, sich im Wald und Gelände mit Karte und Kompass zu orientieren, verantwortungsbewusst und überlegt zu handeln und in der Gruppe zusammenzuhalten, einander zu helfen.

Meist sind die GruppenleiterInnen nur wenig älter als die Pfadis und es heisst, zusammen mit der ganzen Gruppe einen Weg zu finden. Dies verlangt von allen eine gewisse Toleranz und den Mut, selbst Verantwortung zu übernehmen.Wichtig ist aber auch, dass die Gruppe ihre eigenen Traditionen und Rituale pflegt.

Mit Hilfe der verschiedenen Etappen (JP, P, OP und Spezialitäten) können sich die Pfadi gegenseitig messen und sich spezielles Wissen und besondere Fähigkeiten aneignen.

Wiking HeLa 2005. Foto von Tirion

Allzeit Bereit

Im Wahlspruch äussern die Jugendlichen die Bereitschaft, mit offenen Augen und Ohren durch die Welt zu gehen, das Gesetz ernst zu nehmen und danach zu handeln.

Wiking SoLa 2004. Foto von Tirion

Piostufe

Die Piostufe

15 bis circa 18 Jahre

Dem Pio bietet sich die Möglichkeit, wieder einmal selbst zu konsumieren, an Abenteuern teilzunehmen, mit gleichaltrigen Lager in fremden Welten, unbekannten Dimensionen und weit entfernten Galaxien zu erleben...

Die Jugendlichen entscheiden selbst, bei welchen Projekten sie sich engagieren wollen, um das zu realisieren, was ihnen ein persönliches Anliegen ist. Sie zeigen durch ihr oft idealistisches Engagement die Werte, die ihnen wichtig sind.

Aktivitäten, die sie sich selbst ausgedacht haben, verwirklichen sie mit voller Überzeugung. Sie wollen Verantwortung innerhalb der Gruppe, in der sie sich engagieren, übernehmen. Die Grenzen ihres Wissens, ihrer Fähigkeiten und Aktivitäten vergrössern sich ständig: es ist die Zeit der Herausforderungen.

Basis Kurs 2003 Unternehmung. Foto von Fonzi

Zäme Wieter

Im Wahlspruch bekräftigen die Jugendlichen, dass für sie die Gruppe und das gemeinsame Engagement im Vordergrund stehen.

Basis Kurs 2003 Unternehmung. Foto von Fonzi

Roverstufe

Die Roverstufe

ab ca. 16 Jahren

Für die LeiterInnen tritt die Verantwortung in den Vordergrund. Sie organisieren und führen alle Anlässe durch. In Ausbildungs- und Leiterkursen werden sie auf ihre Aufgabe vorbereitet und können Erfahrungen mit anderen LeiterInnen austauschen. Sie lernen auch, inhaltlich und methodisch Übungen und Lager vorzubereiten und durchzuführen.

Natürlich kommt auch in dieser Stufe der Spass nicht zu kurz. Sowohl bei korpsinternen wie auch bei kantonalen Leiteranlässen haben die LeiterInnen die Möglichkeit, wieder einmal selbst Pfadi zu sein.

Bewusst Handeln

Leiter haben Ideale und setzen Ziele. Sie unternehmen als selbständige offene Menschen Handlungen, um jenen nachzukommen. Die Tragweite des eigenen Tuns bzw. Nicht-Tuns ist ihnen, gemäss ihrem Wahlspruch, bewusst. Dadurch treiben sie nicht nur das Pfadileben voran, sondern auch viele Prozesse in der Gesellschaft.

Pfadi Zueri

Die Pfadi Züri stellt sich vor

Die Pfadibewegung Schweiz (PBS) besteht aus 23 Kantonalverbänden wovon die fünf grössten (Zürich, Bern, St. Gallen/Appenzell, Luzern, Basel) zusammen über 50% der Schweizer Pfadis ausmachen.

Die Pfadi Züri ist mit rund 9'000 Mitgliedern der grösste Kantonalverband der PBS.

Logo der Pfadi Züri

Pfadi Schweiz

Die Pfadibewegung Schweiz stellt sich vor

Die Pfadibewegung Schweiz (PBS) ist der nationale Dachverband der Pfadfinderinnen und Pfadfinder in der Schweiz. Die lokalen Pfadiabteilungen sind jeweils regional zusammengeschlossen und gehören einem Kantonalverband an. Die PBS umfasst 23 kantonale Verbände. Die PBS selbst ist Mitglied des Weltbundes der Pfadfinderinnen (WAGGGS) und der Weltorganisation der Pfadfinder (WOSM).

Logo der Pfadi Bewegung Schweiz